Instagram Basics – Die 5 wichtigsten Dinge für den Start

8. April 2020

9 min read

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Oft macht ein Neustart Sinn

Ein falscher Anfang versaut dir alles

Den Account löschen, oder zurücksetzten? Klingt ziemlich radikal, aber es ist mein voller Ernst! Bei Instagram wie auch bei Facebook oder gar bei der Google Suche gibt es keinen allgemeinen Raum mehr. Du lebst genau wie dein Account in einer Bubble, und deine Informationen, welche dir vorgeschlagen werden sehen bestimmt ganz anders aus als meine, oder gar die deiner Kunden und Fans.

Ähnlich verhält es sich auch mit deinem Instergram Account. Hast du diesen von Anfang an auf die richtigen Schienen gestellt, werden Fans deines Genres deinen Account leicht finden können. Hast du jedoch in diesen kritischen ersten Momenten einfach nur wild drauf los gearbeitet, kann sich das auf lange Sicht sehr nachteilig auswirken.

Instagram versucht heraus zu finden was du mit deinem Account machen willst. Dazu werden alle Aktionen genommen, mögliche Szenarien durchgerechnet, und dann greift sich Instagram das wahrscheinlichste, und Support aufgrund dieser Annahme deinen Account. Ob das jetzt auch tatsächlich konform geht mit dem was du machen willst, wirst du leider nie erfahren.

Die Qual der Wahl

Solltest du noch ganz an Anfang stehen und hast eh noch nicht viel gemacht, oder hast noch nicht viele interagierenden Followern, solltest du den Account vielleicht Löschen und neu starten.

Hast du jedoch schon viel Zeit investiert, macht es vielleicht mehr Sinn einen zweiten Account zu starten, den du parallel betreibst um zu testen, welcher von Beiden besser abschneídet.

Die Followerzahlen interessieren dabei nur sekundär, denn was dich (wie immer) mehr interessieren sollte wie viele deiner Follower reagieren mit deinem Inhalten? Je höher diese Interaktionsrate ist, desto besser. Eine hohe Interaktionsrate garantiert dir mehr Reichweite, was bedeutet das du schneller wachsen kannst.

Als jemand der selbst sein eigenes Produkt promoten möchte, gelten andere Maßstäbe als für Influencer, die einfach nur Werbeverträge einsacken wollen.

Dich interessieren Ergebnisse die dich voran bringen. Deswegen ist das einzige was für dich entscheidend ist, die Interaktionsrate.

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Content Strategie

Zielgruppe festlegen

Bevor ihr euch mit Instagram befasst, solltet ihr feststellen wie viel Zeit und Aufwand ihr in dieses Netzwerk stecken solltest, damit es gewinnbringend ist. Dazu muss man erst einmal wissen WEN man überhaupt erreichen will, und damit meine ich jetzt keine demographische Gruppe.

Was wollt ihr das der geneigte Fan für euch auf Instagram macht? Euch folgen? Super, aber das bringt euch nichts, weil man hier keinen Gewinn abschöpfen kann. Produkte kaufen? Das ist schon einfacher, wobei man bei Instgram primär Impulskäufer anspricht. Infoprodukte oder etwas mit dem man sich erst kompliziert befassen muss sind also als Produkte für Instagram eher ungeeignet. Besonders Musik läßt sich schwer verkaufen, da Instagram ein optisches Medium ist, kein musikalisches. Will ich Musik verkaufen, muss sich der geneigte Fan erst einmal mit mir befassen.

Mitgliedschaften? machen auch nur Sinn wenn euch der Besucher schon besser kennt, oder ihr ein super heißes Topmodel seit, bei “Sex Sells” triggert man auch den Impluskauf.

Content Plan statt planlos

Gratulation, Ihr wollt auf Instagram aktiv werden. Das am schnellste wachsende Netzwerk bietet dafür dummerweise jede Menge Konkurrenz, gegen die Ihr euch erstmal behaupten müsst. Mit dem richtigen Content Plan, könnt ihr allerdings eure Konkurrenten als Zugpferde einspannen, und für EUCH arbeiten lassen, unwissentlich 😉

Inhalte konzipieren

Ich habe festgestellt: Musiker schauen sich gerne etwas bei anderen ab. Diese Strategie nutzen wir auch auf Instagram, nur andersherum. Wir schauen uns also an was die anderen so machen, und machen das dann nach Möglichkeit nicht.

Warum? Nun die Leute werden es schnell leid ständig das selbe zu sehen. Außerdem haben wir vor uns an bestehende Kanäle an zu hängen, da wollen wir die Leute nicht langweilen.

Sucht euch Instagram Blogs aus eurer Nische, sei es jetzt die Musikrichtung, einen anderen Fotografen, einen Fashiondesigner der im gleichen Bereich tätig ist. Sucht euch davon mindestens 10 und schaut euch deren Bilder an, lasst aber vor allem die Wall der Profile auf euch wirken. Schaut ob euch etwas fehlt in den Darstellungen. Wenn EUCH dort etwas fehlt, dann könnte das durchaus auch von anderen vermißt werden.

Was das Planen der Inhalte angeht, ist wichtig Instagram nicht nur als ein eigenständiges Netzwerk zu betrachten. Es ist nur ein Teil eures Gesamtkonzeptes. Nutzt Instragram zum beispiel zum Anteasern eines Videos, indem ihr Behind the Scenes Bilder und kurze Clips zeigt. Rundet so eine Bilderserie dann final mit dem Link zum Video zum Beispiel auf YouTube ab. So hat der Besucher eine tolle Erfahrung, macht sich vorab schon ein paar Gedanken, und wird am Ende mit dem kompletten Video belohnt.

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Instagram Name

Wenn Leute auf Instagram suchen ist es wichtig der Suchmaschine möglichst viele Haken zu bieten an denen sie sich festkrallen kann. Los geht es dabei bereits beim Namen. Hier gilt es einen wichtigen Grundsatz zu bedenken. Wir wollen NEUE Fans generieren, nicht bereits vorhandene.

Neue Fans suchen nicht nach eurem Namen – sie kennen diesen ja noch gar nicht. Deswegen macht es Sinn hinter dem Namen noch einen Zusatz zu schreiben, wie in unseren Beispielbildern. So haben wir nun die Chance bei den Suchworten Promotion und Tools ebenfalls gefunden zu werden.

Das alleine stellt natürlich keine SEO Strategie dar, sondern wirk in Verbindung mit unserm Suchverhalten und den genutzten Hashtags – dazu aber gleich im kommenden Kapitel

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So wichtig sind Bildbeschreibungen

Interesse wecken

Ihr denkt eure Zeit ist kostbar? das denkt sich dummerweise jeder andere auch. Will man also das jemand mehr macht, als jetzt einfach nur eure Bilder zu betrachten, solltet ihr den Leuten Kontext bieten.

Erzählt etwas zum Hintergrund des Bildes. Mit wem seit ihr da zu sehen, wo ist das ganze und warum ist es für euch wichtig das Bild zu teilen? Bietet den Bildbetrachtern nicht nur Kontext, sondern liefert auch einen Grund euch an zu schreiben. Besonders im internationalen Raum kommt das sehr gut, da gerade Amerikaner sehr kommunikativ sind wenn ihnen etwas zusagt.


Qualität ist kein Zufall, sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens.

John Ruskin (1819 – 1900)


Interesse nutzen

Solltet ihr Kontakt bekommen aufgrund eurer Bilder, nutzt diesen, unterhaltet euch in den nachrichten. In der regel melden sich die Leute nur ein mal um ein bisschen Konversation zu betreiben. Es ist jedoch wichtig hier dann auch zu punkten und zu interagieren. Studien von HubSpot zeigen das im Durchschnitt bis zu 47% mehr Interaktionen von Followern kommen, wenn man vorher mit ihnen interagiert.

Unser Hirn ist da sehr löchrig, was uns in diesem Fall zu gute kommt. Habt ihr einen positiven Kontakt hergestellt wird das bei Besucher abgespeichert. Sieht er dann zukünftig weitere Beiträge von euch, wird ihm in Erinnerung gerufen das er euch ja mag, und ein Like wird dann schnell zu einer standardisierten Geste.

Diese Interaktionen sind tatsächlich ein guter Garant, die eigene Reichweite auf organische Art und weise zu steigern. Gegen psychologische Tricks ist eben kein Algorithmus gefeilt 😉

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Der richtige Umgang mit Hashtags

Was sind Hashtags

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte: 1993 hat sich das erste wirkliche echtzeit ChatProtokoll entwickelt, IRC (Internet Relay Chat). Damit man nun wusste wo man zu welchem Thema sich unterhalten kann, gab es auf den Servern verschiedene Kanäle, diese waren mit einem # markiert. Wollte ich mich also z.B. über das Thema Mode unterhalten, habe ich das im Kanal #fashion gemacht.

Als nun Twitter mehr und mehr an Bedeutung gewann, war das Problem das hier unzählige nachrichten vollkommen unsortiert und wahllos durch dem Äther schwebten. Man konnte sich somit einer Unterhalten nicht anschließen, oder Informationen zu einem Thema finden.

Also griff man die Idee der Hashtags aus IRC auf, und fügte diese “Kanäle” jetzt in die einzelnen Tweets wieder ein. Nun konnte also die Leute ihre Tweets “taggen” und andere konnten Beiträge zu diesem Thema finden.

Auch auf Instagram gibt es keine Gruppen oder Kanäle, also hat man hier schon gleich von Anfang an auf den Hashtag gesetzt. Ihr könnt bis zu 28 dieser Hashtags euren Bildern zuordnen und sollte das auch machen, aber wie geht man dabei strategisch sinnvoll vor?Das erklären wir euch jetzt!

So funktionieren Hashtags

Nutzen von Hashtagsammlungen

Damit ihr nicht jedes mal beim Posten eines Bildes euch Gedanken machen müsst, macht es Sinn Hashtags vor zu bereiten. Auf diesem Weg könnt ihr einen einen passenden Wust von Tags auf einen Schlag kopieren. Stellt eure Hash-Clouds (besagte Hashtag Sammlungen) jedoch nicht vollständig zusammen, sondern macht nur 23 oder 24 Tags. Auf diesem Wege habt ihr 4-5 Tags pro Bild zur freien Verfügung.

Erstellen von Hashtagsammlungen

Es gibt hier natürlich eine große Anzahl an Diensten die euch helfen eine Sammlung an Hachtags zusammen zu finden.

TagsFinder ist eine davon. Hier trägt man eine Auswahl von Tags ein, die einem einfallen, und läßt sich passend zu jeweiligen land eine Tag-Cloud erstellen. Das Beste: Die Nutzung ist kostenlos!

Zu meiner Auswahl von: metal, music, epic metal, rock und band habe ich zum Beispiel folgende Auswahl angeboten bekommen:

#metal #music #epic #rock #band #love #instagood #metalhead #germany #fun #live #funny #concert #party #lol #berlin #hilarious #guitar #hiphop #metalgirl #photography #humor #singer #heavymetal #dj #instadaily #blackmetal #art #instagram #rocknroll

Sistrix geht sogar noch einen Schritt weiter und zeigt euch zu den eigenen Tags auch noch an wie stark andere Tags sind. Das ist durchaus wichtig, denn man sollte die Tags schon durchmischen!

Auf die Mischung kommt es an

Du denkst dir jetzt vermutlich: Hä? Wieso soll ich denn schwache Hashtags nutzen? Schwache Hashtags gehören meist zu einer Nische. Hier gibt es nicht viel Traffic, aber die Leute schauen sich diese kleinen Rubriken meistens intensiver an, und vor allem bevorzugter gegenüber der großen Tags.

Bedenkt bitte: die Aktivität eines Hashtags ist NICHT wie oft er gelesen oder angeklickt wird, sondern wie oft er benutzt wird. Nutzt ist also fast nur starke Hashtags, habt ihr viel Konkurrenz, und euer Beitrag verschwindet auch wieder superschnell von der Startseite des Hashtags!

Mischt also bitte unbedingt starke mit schwachen Tags!

Vielfalt ist wichtig!

Es ist jedoch auch wichtig mindestens 5 verschiedene Hashclouds zu haben. Nutzt ihr ständig die welchen Hashtags könnte es passieren das Instergram der Meinung ist, dass ihr diese Tags spammt, und wird eure Reichweite für eine Weile reduzieren. Das wollt ihr aber nicht!

Wechselt ihre die Hashtag Gruppen aber durch, gibt es diese Gefahr erst gar nicht. Natürlich sollten in der Gruppen Überschneidungen bei euren wichtigsten Keywords sein, der Rest sollte aber sich mehr auf ein Thema konzentrieren.

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Noch Fragen?

War ein Thema nicht ausreichend genug angesprochen? Gibts noch offene Frage? Postet sie unten in die Kommentare, dann kann ich den Artikel bei Gelegenheit erweitern, oder direkt antworten 🙂

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